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12.04.2012 10:13 Alter: 9 Jahre
Kategorie: Schüler, Archiv

Ready-Steady-Go


Ein Planspiel rund um die Themen Berufsfindung, Berufswahl und Bewerbung in der Kraichgauschule

Gondelsheim. „Ready-Steady-Go“, lautete am vergangenen Freitag das Unterrichtsmotto für die Schüler der achten Klasse der Werkrealschule in Gondelsheim. Der reguläre Unterricht wurde an diesem Vormittag durch ein Planspiel ersetzt, bei dem die Schüler einen weiteren Baustein auf dem Weg der Berufsorientierung und Lebensplanung erhalten haben.

Entwickelt haben dieses Planspiel Mitglieder des DGB-Landesbezirks Baden-Württemberg. Es ermöglicht Schülerinnen und Schülern ihre berufliche Zukunft zu entwerfen und darauf hinzuarbeiten. Eigene berufliche Wünsche und Träume wurden vorab in einem Wunschlebenslauf festgehalten. In der nach dem Spiel stattfindenden Auswertung werden Wünsche und Träume mit der im Spiel erreichten "Lebensrealität" verglichen. Hauptintention des Planspiels ist das Erreichen größtmöglicher Realitätsnähe durch Einbindung von Fachleuten aus Betrieben und Kammern.

Die Klassenlehrer der achten Klasse, Frau Börger und Frau Wendeler, hatten unter Führung der Schulsozialarbeiterin Doris Lang-Sitzler dieses Planspiel dann auch sehr detailliert vorbereitet. Schon im Vorfeld wurden mit den Jugendlichen die einzelnen Stationen besprochen und ein Lebenslauf sowie eine Bewerbungsmappe erstellt.

So standen am Ende 13 Stationen fest, die auf verschiedene Zimmer in der Kraichgauschule verteilt wurden. In den „Firmen“ mussten die Bewerbungsunterlagen eingereicht werden. Dort fand auch das Vorstellungsgespräch statt. Die Firmenvertreter waren:

Herr Rapp von der Gemeindeverwaltung Gondelsheim, Herr Mergel von der Firma E.G.O., Frau Bauer von der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Rechbergklinik Bretten, Frau Albrecht vom Seniorenheim Schlossblick (Kooperationspartner), Frau Mohr von Firma Henning Gondelsheim (Kooperationsfirma),  sowie Herr Mößner als Vertreter des Einzelhandels.

In einem weiteren Raum mussten sich die Schüler einem Eignungstest unterziehen, der unter reellen Prüfungsbedingungen stattfand. Als Vertreterin der beruflichen Schulen Bretten war Frau Großmann vor Ort und beriet die Schüler über mögliche Zukunftsperspektiven im Bereich Schule und Ausbildung.

Die Klassenlehrer koordinierten den Ablauf an einem „Checkpoint“, von dem aus die Schüler zu den einzelnen Stationen geleitet wurden.

Nachdem alle Schüler die Erfahrung eines Bewerbungsgespräches hinter sich gebracht und den Eignungstest bestritten hatten, wurden anschließend in den „Beratungsstellen“ die Probleme besprochen, Lösungsmöglichkeiten gesucht und Handlungsstrategien entwickelt. Von der Arbeitsagentur war die für die Schule zuständige Berufsberaterin Frau Lorenz zugegen, Frau Herdle vertrat die Handwerkskammer und Herr Geissert repräsentierte die Industrie- und Handelskammer.

Für besondere persönliche Beratungsgespräche waren Frau Rittmann und Herr Laumann-Blumer von der Diakonie anwesend.

Schon Tage vorher machten sich die Schüler Gedanken darüber, was man denn an diesem Tag anziehen könnte. Man wolle ja schließlich beim „ersten Bewerbungsgespräch“ einen guten Eindruck hinterlassen.

In einem waren sich schließlich alle Beteiligten einig: Es war ein wichtiger Schritt im Berufswegeplan für jeden einzelnen Schüler und darüber hinaus ein spannender und interessanter Vormittag, aus dem man in der Tat einiges für das weitere Leben mitnehmen konnte. Einigen Schülern wurden auch Praktikumsplätze angeboten.

Nun gilt es die Erfahrungen im Einzelgespräch mit der Schulsozialpädagogin Doris Lang-Sitzler auszuwerten und realistische Szenarien für die persönliche Berufs- und Ausbildungsplanung zu entwerfen