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05.04.2012 18:20 Alter: 9 Jahre
Kategorie: Archiv

Am „Haltestein“ ist erst mal STOPP


Neue Art der Schulwegbegehung mit den künftigen Erstklässlern

Die Schulwegsicherheit wurde am Mittwochnachmittag dieser Woche von allen 24 Erstklässlern der Kraichgauschule Gondelsheim getestet. Polizeihauptmeister Karl Nees war mit seinem Team vor Ort, um die künftigen Schulkinder und deren Eltern  zusammen mit der Schule auf den täglichen Schulweg vorzubereiten.

Im Schulhof versammelten sich die Schulkinder mit den gelben Schildkappen, nachdem Herr Bürgermeister Rupp bei der Begrüßung zum Ausdruck gebracht hatte, wie wichtig ihm ein sicheres Ankommen der Kinder  in der Schule und zu Hause sei. Die Straßen und Wege rund um die Kraichgauschule wurden von der Polizei und den kleinen Schülerinnen und Schülern mit all ihren möglichen Gefahren begutachtet. Sehr einfühlsam wurden sie auf richtiges Verhalten trainiert. Sie erkannten rasch, dass Autofahrer kleine Kinder oft gar nicht sehen können, dass parkende Autos nur ohne Fahrer wirklich weiter stehen bleiben, dass bei der Straßenüberquerung die drei Zauberworte „Stehen“, „Sehen“, „Gehen“ vor dem „Haltestein“ ein Muss sind und dass  Hektik und Rennen im Straßenverkehr nichts zu suchen haben. Bei der Überquerung der Ampel und des Zebrastreifens wurden sorgfältig die richtigen Handlungsschritte eingeübt.

Zum ersten Mal mussten auch die Eltern für knapp eine Stunde die Schulbank drücken. Sie erfuhren, von der Notwendigkeit des ständigen Schulwegtrainings und des täglichen Wiederholens der Verkehrsregeln in Begleitung Erwachsener.  Die Vorbildfunktion der Erwachsenen im Straßenverkehr wurde immer wieder heraus gehoben. Wie  wenig sinnvoll es ist, das Kind jeden Morgen mit dem Auto direkt vor der Schule abzusetzen erläuterte Polizeihauptmeister Nees einmal dadurch, dass so auf dem Parkplatz durch die vielen an – und abfahrenden Autos größte Gefahrenmomente lauern und  die Erstklässler nicht auf die Einhaltung der Verkehrsregeln trainiert werden. Besser für die Selbstständigkeit wäre es,  das Kind an den Fußweg zu gewöhnen. Wenn es denn doch einmal mit dem Auto gebracht werden müsse, könne man ja auch  nicht direkt vor – sondern in der Nähe der Schule das Kind aussteigen lassen. Durch ein Stück Schulweg zu Fuß gewinne so das Schulkind Verkehrssicherheit und werde  für Gefahren im Straßenverkehr sensibilisiert. Hier sprach er aus dem Herzen von Rektor Haag, der die morgendliche Gefahrensituation  vor der Schule  schon in jedem Elternabend angemahnt hatte.

Auch an dieser Stelle wieder die dringende Bitte an alle Eltern, ihre Kinder doch zu Fuß zur Schule zu schicken, damit das Verkehrschaos und die Gefahrenquelle erst gar nicht entstehen.

Christina Mühl